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Cluster Kunststoffverarbeitung (KST) minimieren 


Gliederung des Clusters:

  • Kunststoffhersteller und -verarbeiter
  • Zulieferer im Bereich Werkzeugbau
  • Zulieferer von Maschinen und Anlagen
  • sonstige Zulieferer und Dienstleister
  • unterstützende Einrichtungen

 

 

 

 

 

 

Verbindungen zu anderen Clustern (siehe Graphik)

Die Verbindungen zwischen zahlreichen Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie und Elektronikherstellern sind eng. Viele elektronische und elektromechanische Bauteile werden durch ein Gehäuse aus Kunststoff geschützt. Kunststoffverarbeiter sind oftmals in die Produktentwicklung eingebunden und haben den Status eines Systemlieferanten.

Kunststoffunternehmen stellen ebenfalls Gehäuse und Komponenten für Sensoren her.

Zahlreiche kunststoffverarbeitende Unternehmen aus der Region sind Zulieferer der ersten und zweiten Stufe der Automobilhersteller und damit wichtige Partner. Die meisten Firmen sind allerdings nicht ausschließlich auf den Automobilbereich ausgerichtet, sondern bedienen mehrere Märkte.

Kunststoffverarbeiter beziehen einige Produktionsanlagen von in Ostbayern ansässigen Unternehmen des Sondermaschinenbaus. Auch hier kooperieren manche Unternehmen, um den Produktionsprozess schon in die Produktentwicklung mit einzubinden.

Verbindungen zur Biotechnologie ergeben sich über den Bereich Medizintechnik, für den einige Unternehmen der Region arbeiten.

Aus der Informationstechnologie gibt es Zulieferer für spezialisierte Software z.B. für Steuerungen und Prozessoptimierung, zudem werden die üblichen Dienstleistungen wie Webdesign nachgefragt.

Komplette Logistikanlagen und Lagersysteme werden aus der Region bezogen. So ist z.B. Witron Generalunternehmer für Hochregallager, Gebhardt fertigt kundenspezifische Verpackungen und organisiert die innere Transportlogistik.

Leitbetriebe

  • Birner
  • Constantia Hueck Folien
  • Gerresheimer Wilden
  • Inotech
  • Rehau

Produkte und Dienstleistungen des Clusters
breites Produktspektrum zum Einsatz u.a. im Fahrzeugbau, der Medizintechnik, dem Haushaltsgerätebau und der Kommunikationstechnik

 
Geographische Schwerpunkte
breit im Untersuchungsgebiet verstreut
 
Struktur des Clusters
  • zahlreiche familiengeführte Unternehmen, oftmals gegründet in den fünfziger Jahren
  • auffällig ist die - für den Kunststoffbereich eher atypisch - hohe Anzahl größerer Betriebe
  • hohe Fertigungstiefe
  • Unternehmen arbeiten auf unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette
Kooperationen
  • intensive und langfristige Beziehungen zwischen Kunden und Zulieferern
  • Auslagerungen bei Produktionsspitzen; ansonsten bisher wenig ausgeprägte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kunststoffverarbeitern
Entwicklungstendenzen
  • stark expandierender Wirtschaftszweig und gute Ausgangslage für die kunststoffverarbeitenden Unternehmen in der Region
  • vermehrte Einbeziehung kunststoffverarbeitender Unternehmen als Systemlieferanten
  • Neuentwicklungen von Kunststoff als Verbundwerkstoff mit Glas, Metall und Keramik
Clusterrelevante Links

Kunststoffcluster im Clusterland Oberösterreich: http://www.kunststoff-cluster.at/

BayDat - Das Transferportal der bayerischen Universitäten und Hochschulen:
http://www.baydat.de

 

Detailinformationen Struktur des Clusters Kunststoffverarbeitung

Die Kunststoffverarbeitung ist ein tragender Industriezweig der Region, der ohne besondere geographische Schwerpunkte über Ostbayern verteilt ist. Zahlreiche Unternehmen sind familiengeführt und blicken auf eine jahrzehntelange Entwicklung zurück. Auch Ausgründungen aus bestehenden Unternehmen sind erfolgreich am Markt. Auffallend ist ein - im Vergleich zu anderen Regionen wie Südbayern - hoher Anteil an größeren Betrieben mit über 100 Beschäftigten.

Angeboten wird ein sehr breites Produktspektrum, die Hersteller sind für Kunden aus so unterschiedlichen Branchen wie Fahrzeugbau, Elektronik, Medizintechnik, Haushaltsgerätebau oder Kommunikationstechnik tätig. Typischerweise sind die Unternehmen der Kunststoffverarbeitung reine Zulieferer, die keine Produkte unter ihrem eigenen Namen vertreiben. Sie agieren aber auf sehr unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette - von Lohnfertigern bis Systemlieferanten sind in der Region so gut wie alle Varianten vertreten. Die Kunden sind oftmals überregional oder international agierende Großunternehmen, weswegen der in Ostbayern erzielte Umsatz in der Regel unter 10 Prozent liegt.

Trotz einer Vielzahl von Unternehmen gilt die Branche als überschaubar. Der Konkurrenzdruck ist insbesondere für die Mittelständler deutlich spürbar, wird aber gemildert durch das breite Produktspektrum, die Belieferung verschiedener Branchen und technische Spezialisierungen. Allerdings ist fast jedes Produkt im Prinzip durch andere Hersteller kopierbar.

Die meisten Unternehmen weisen eine hohe Fertigungstiefe auf. Beispielsweise wird der Formenbau, der als Vorstufe der Produktion eine große Bedeutung besitzt, nur in wenigen Fällen ausgelagert. Zudem herrscht Knappheit bei den Kapazitäten der regional ansässigen Formen- und Werkzeugbauern. Falls es doch zu Outsourcing in diesem Bereich kommt, möchte man Tuchfühlung zu den Formenbauern aufgrund der notwendigen Abstimmungsprozesse und Qualitätskontrolle haben. Räumliche Nähe ist also in dieser Hinsicht ein wichtiger Aspekt.
 
Kooperationstypen
 
Intensive und langfristige Kooperationsbeziehungen bestehen zwischen den kunststoffverarbeitenden Unternehmen und ihren Kunden. Vor allem von Elektronikunternehmen und Automobilherstellern und -zulieferern werden Kunststofffirmen zum Teil eng in die Produktentwicklung eingebunden.

Zwischen kunststoffverarbeitenden Unternehmen sind festgefügte Kooperationen bisher eher atypisch. Zum Teil erklärt sich dies aus fehlender Erfahrung bei Zusammenarbeit in diesem Bereich bzw. aus der Tatsache, dass der Kostensenkungsdruck bisher entweder gering war oder auf andere Weise abgefangen werden konnte. Ansätze für eine Zusammenarbeit gibt es jedoch in folgenden Konstellationen:

  • größere Unternehmen lagern an kleinere Betriebe in der Umgebung für Kleinserien oder Produktionsspitzen Teile der Produktion aus.
  • aus den traditionellen Unternehmen haben sich in einigen Fällen Ausgründungen ergeben; die ausgegründeten Unternehmen unterhalten teilweise Lieferbeziehungen zu der "Mutterfirma".
  • verschiedentlich wurde der Wunsch nach einer stärkeren Kooperation bei Entwicklungsarbeiten geäußert; dies würde eine Chance beispielsweise für spezialisierte Ingenieurbüros in der Region eröffnen.
Der Kunststoffbereich gehört generell zu den stark expandierenden Wirtschaftszweigen. Aufgrund der großen Erfahrung mancher Unternehmen, dem Besetzen bestimmter Nischen und der strategischen Position als Zulieferer für florierende Branchen hat die Kunststoffverarbeitung in der Region eine gute Ausgangslage.

In Produkten verschiedener Branchen - z.B. aus der Elektronikindustrie, der Kommunikations- und Medizintechnik oder dem Fahrzeugbau - nimmt der Kunststoffanteil zu. Die Kunststoffverarbeitung zählt oftmals nicht zu den Kernkompetenzen der Hersteller dieser Produkte. Zusammen mit der weithin zu beobachtenden Tendenz der Auslagerung von betrieblichen Funktionsbereichen und Teilen der Produktentwicklung führt dies zu einer vermehrten Einbeziehung kunststoffverarbeitender Unternehmen als Systemlieferanten.

Mit der zunehmenden Komplexität der Kunststoffkomponenten, der Einbindung in die Entwicklung und dem damit einhergehenden engen Austausch zwischen Kunden und Zulieferern ergeben sich intensive und langfristige Beziehungen. Von den Kunden wird vermehrt Wert auf gleichbleibende Qualität und Liefersicherheit gelegt, für die kunststoffverarbeitenden Unternehmen ist auch die Schnelligkeit im Markt entscheidend. Aus logistischen Gründen sind kurze Transportwege auch in dieser Hinsicht gewünscht.

Als Zukunftstrend zeichnet sich ab, dass Kunststoff zunehmend als Verbundwerkstoff mit Glas, Metall und Keramik interessant wird. Hierbei könnten manche Unternehmen der Region durchaus Schlüsselpositionen einnehmen.


Gliederung des Clusters:

  • Kunststoffhersteller und -verarbeiter
  • Zulieferer im Bereich Werkzeugbau
  • Zulieferer von Maschinen und Anlagen
  • sonstige Zulieferer und Dienstleister
  • unterstützende Einrichtungen

 

 

 

 

 

 

Verbindungen zu anderen Clustern (siehe Graphik)

Die Verbindungen zwischen zahlreichen Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie und Elektronikherstellern sind eng. Viele elektronische und elektromechanische Bauteile werden durch ein Gehäuse aus Kunststoff geschützt. Kunststoffverarbeiter sind oftmals in die Produktentwicklung eingebunden und haben den Status eines Systemlieferanten.

Kunststoffunternehmen stellen ebenfalls Gehäuse und Komponenten für Sensoren her.

Zahlreiche kunststoffverarbeitende Unternehmen aus der Region sind Zulieferer der ersten und zweiten Stufe der Automobilhersteller und damit wichtige Partner. Die meisten Firmen sind allerdings nicht ausschließlich auf den Automobilbereich ausgerichtet, sondern bedienen mehrere Märkte.

Kunststoffverarbeiter beziehen einige Produktionsanlagen von in Ostbayern ansässigen Unternehmen des Sondermaschinenbaus. Auch hier kooperieren manche Unternehmen, um den Produktionsprozess schon in die Produktentwicklung mit einzubinden.

Verbindungen zur Biotechnologie ergeben sich über den Bereich Medizintechnik, für den einige Unternehmen der Region arbeiten.

Aus der Informationstechnologie gibt es Zulieferer für spezialisierte Software z.B. für Steuerungen und Prozessoptimierung, zudem werden die üblichen Dienstleistungen wie Webdesign nachgefragt.

Komplette Logistikanlagen und Lagersysteme werden aus der Region bezogen. So ist z.B. Witron Generalunternehmer für Hochregallager, Gebhardt fertigt kundenspezifische Verpackungen und organisiert die innere Transportlogistik.

Leitbetriebe

  • Birner
  • Constantia Hueck Folien
  • Gerresheimer Wilden
  • Inotech
  • Rehau

Produkte und Dienstleistungen des Clusters
breites Produktspektrum zum Einsatz u.a. im Fahrzeugbau, der Medizintechnik, dem Haushaltsgerätebau und der Kommunikationstechnik

 
Geographische Schwerpunkte
breit im Untersuchungsgebiet verstreut
 
Struktur des Clusters
  • zahlreiche familiengeführte Unternehmen, oftmals gegründet in den fünfziger Jahren
  • auffällig ist die - für den Kunststoffbereich eher atypisch - hohe Anzahl größerer Betriebe
  • hohe Fertigungstiefe
  • Unternehmen arbeiten auf unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette
Kooperationen
  • intensive und langfristige Beziehungen zwischen Kunden und Zulieferern
  • Auslagerungen bei Produktionsspitzen; ansonsten bisher wenig ausgeprägte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kunststoffverarbeitern
Entwicklungstendenzen
  • stark expandierender Wirtschaftszweig und gute Ausgangslage für die kunststoffverarbeitenden Unternehmen in der Region
  • vermehrte Einbeziehung kunststoffverarbeitender Unternehmen als Systemlieferanten
  • Neuentwicklungen von Kunststoff als Verbundwerkstoff mit Glas, Metall und Keramik
Clusterrelevante Links

Kunststoffcluster im Clusterland Oberösterreich: http://www.kunststoff-cluster.at/

BayDat - Das Transferportal der bayerischen Universitäten und Hochschulen:
http://www.baydat.de

 

Detailinformationen Struktur des Clusters Kunststoffverarbeitung

Die Kunststoffverarbeitung ist ein tragender Industriezweig der Region, der ohne besondere geographische Schwerpunkte über Ostbayern verteilt ist. Zahlreiche Unternehmen sind familiengeführt und blicken auf eine jahrzehntelange Entwicklung zurück. Auch Ausgründungen aus bestehenden Unternehmen sind erfolgreich am Markt. Auffallend ist ein - im Vergleich zu anderen Regionen wie Südbayern - hoher Anteil an größeren Betrieben mit über 100 Beschäftigten.

Angeboten wird ein sehr breites Produktspektrum, die Hersteller sind für Kunden aus so unterschiedlichen Branchen wie Fahrzeugbau, Elektronik, Medizintechnik, Haushaltsgerätebau oder Kommunikationstechnik tätig. Typischerweise sind die Unternehmen der Kunststoffverarbeitung reine Zulieferer, die keine Produkte unter ihrem eigenen Namen vertreiben. Sie agieren aber auf sehr unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette - von Lohnfertigern bis Systemlieferanten sind in der Region so gut wie alle Varianten vertreten. Die Kunden sind oftmals überregional oder international agierende Großunternehmen, weswegen der in Ostbayern erzielte Umsatz in der Regel unter 10 Prozent liegt.

Trotz einer Vielzahl von Unternehmen gilt die Branche als überschaubar. Der Konkurrenzdruck ist insbesondere für die Mittelständler deutlich spürbar, wird aber gemildert durch das breite Produktspektrum, die Belieferung verschiedener Branchen und technische Spezialisierungen. Allerdings ist fast jedes Produkt im Prinzip durch andere Hersteller kopierbar.

Die meisten Unternehmen weisen eine hohe Fertigungstiefe auf. Beispielsweise wird der Formenbau, der als Vorstufe der Produktion eine große Bedeutung besitzt, nur in wenigen Fällen ausgelagert. Zudem herrscht Knappheit bei den Kapazitäten der regional ansässigen Formen- und Werkzeugbauern. Falls es doch zu Outsourcing in diesem Bereich kommt, möchte man Tuchfühlung zu den Formenbauern aufgrund der notwendigen Abstimmungsprozesse und Qualitätskontrolle haben. Räumliche Nähe ist also in dieser Hinsicht ein wichtiger Aspekt.
 
Kooperationstypen
 
Intensive und langfristige Kooperationsbeziehungen bestehen zwischen den kunststoffverarbeitenden Unternehmen und ihren Kunden. Vor allem von Elektronikunternehmen und Automobilherstellern und -zulieferern werden Kunststofffirmen zum Teil eng in die Produktentwicklung eingebunden.

Zwischen kunststoffverarbeitenden Unternehmen sind festgefügte Kooperationen bisher eher atypisch. Zum Teil erklärt sich dies aus fehlender Erfahrung bei Zusammenarbeit in diesem Bereich bzw. aus der Tatsache, dass der Kostensenkungsdruck bisher entweder gering war oder auf andere Weise abgefangen werden konnte. Ansätze für eine Zusammenarbeit gibt es jedoch in folgenden Konstellationen:

  • größere Unternehmen lagern an kleinere Betriebe in der Umgebung für Kleinserien oder Produktionsspitzen Teile der Produktion aus.
  • aus den traditionellen Unternehmen haben sich in einigen Fällen Ausgründungen ergeben; die ausgegründeten Unternehmen unterhalten teilweise Lieferbeziehungen zu der "Mutterfirma".
  • verschiedentlich wurde der Wunsch nach einer stärkeren Kooperation bei Entwicklungsarbeiten geäußert; dies würde eine Chance beispielsweise für spezialisierte Ingenieurbüros in der Region eröffnen.
Der Kunststoffbereich gehört generell zu den stark expandierenden Wirtschaftszweigen. Aufgrund der großen Erfahrung mancher Unternehmen, dem Besetzen bestimmter Nischen und der strategischen Position als Zulieferer für florierende Branchen hat die Kunststoffverarbeitung in der Region eine gute Ausgangslage.

In Produkten verschiedener Branchen - z.B. aus der Elektronikindustrie, der Kommunikations- und Medizintechnik oder dem Fahrzeugbau - nimmt der Kunststoffanteil zu. Die Kunststoffverarbeitung zählt oftmals nicht zu den Kernkompetenzen der Hersteller dieser Produkte. Zusammen mit der weithin zu beobachtenden Tendenz der Auslagerung von betrieblichen Funktionsbereichen und Teilen der Produktentwicklung führt dies zu einer vermehrten Einbeziehung kunststoffverarbeitender Unternehmen als Systemlieferanten.

Mit der zunehmenden Komplexität der Kunststoffkomponenten, der Einbindung in die Entwicklung und dem damit einhergehenden engen Austausch zwischen Kunden und Zulieferern ergeben sich intensive und langfristige Beziehungen. Von den Kunden wird vermehrt Wert auf gleichbleibende Qualität und Liefersicherheit gelegt, für die kunststoffverarbeitenden Unternehmen ist auch die Schnelligkeit im Markt entscheidend. Aus logistischen Gründen sind kurze Transportwege auch in dieser Hinsicht gewünscht.

Als Zukunftstrend zeichnet sich ab, dass Kunststoff zunehmend als Verbundwerkstoff mit Glas, Metall und Keramik interessant wird. Hierbei könnten manche Unternehmen der Region durchaus Schlüsselpositionen einnehmen.

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